Wettkampf
HYLO Team Saar ist Deutscher Meister der Triathlon-Bundesliga 2026
Mit vier Siegen aus den ersten vier Saisonrennen war das HYLO Team Saar mit einem komfortablen Vorsprung von zwölfPunkten in das Finale am Maschsee gegangen. Die Ausgangslage war dennoch klar:Sollte der direkte Verfolger aus Süßen das Rennen gewinnen, musste dasSaar-Team mindestens Rang zwölf in der Tageswertung erreichen, um dieMeisterschaft sicher nach Hause zu bringen.
Eine Aufgabe, die auf dem Papierlösbar erschien – in der Realität aber einiges an taktischem Geschickerforderte.
Denn auch beim Saisonfinale hatteTeamleiter Marc Trautmann mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen. SeineAthleten waren über die gesamte Saison hinweg durch zahlreiche internationaleEinsätze gefordert. In den nächsten Wochen stehen wichtige WTCS-Rennen, dieU23-Weltmeisterschaft und die Weltmeisterschaft über die Ironman-70.3-Distanzim Renn-Kalender der einzelnen Team-Mitglieder. Hinzu kommen Verletzungen, dieeinen Einsatz einzelner Athleten unmöglich machen.
Daher musste bis zuletzt taktiertwerden. Letztlich konnten lediglich vier statt der vorgesehenen fünf Athletengemeldet werden – nur so war ein Start des Teams überhaupt möglich.Gleichzeitig war eine Entscheidung von Beginn an unumstößlich: Die Gesundheitder Athleten steht über dem sportlichen Ergebnis. Deshalb war bereits vor demRennen klar, dass Chris Ziehmer zwar an der Startlinie stehen, denabschließenden Lauf aber nicht absolvieren würde. Ein DNF und damit eine hohePlatzziffer mussten somit einkalkuliert werden.
Neben Ziehmer gingen Luca Fahrenson,Emil Holm und Sebastian Ziekman für das HYLO Team Saar ins Rennen. Und bereitsvom ersten Meter an setzte das Quartett die taktischen Vorgaben für dasTagesziel konsequent um.
Fahrenson erwischte einen starkenWettkampftag und überquerte die Ziellinie auf Platz vier. Emil Holm folgte aufRang neun, Sebastian Ziekman komplettierte mit Platz 20 das Ergebnis. ChrisZiehmer nahm wie geplant den abschließenden Lauf nicht in Angriff. Trotz desdaraus resultierenden DNF mit der Platzziffer 75 reichte die geschlosseneLeistung der Mannschaft zu Platz sieben in der Tageswertung. Den Sieg beidiesem finalen Wettkampf sicherte sich das Metallart Team AST Süßen von DSW12Darmstadt und dem Team Tri-Post Trier.
Damit war die Rechnung aufgegangen.Das HYLO Team Saar verteidigte seinen Vorsprung aus den ersten vier Rennensouverän und brachte die Meisterschaft trotz der schwierigen personellenVoraussetzungen sicher ins Ziel.
„Wir wussten, dass wir heute nichtin Bestbesetzung antreten können. Deshalb ging es für uns vor allem darum,taktisch klug zu agieren und den vorhandenen Vorsprung zu verteidigen. DieJungs haben das vom Schwimmstart an perfekt umgesetzt“, resümiert Teamleiter Marc Trautmann. „Dass wir unterdiesen Bedingungen Deutscher Meister werden, macht diesen Titel für uns ganzbesonders. Gleichzeitig war für uns immer klar: Die Gesundheit unserer Athletensteht über allem.“
Der dritte Meistertitel nach 2021und 2024 ist damit der verdiente Lohn für eine außergewöhnliche Saison. VierSiege in den ersten vier Rennen, zwölf Punkte Vorsprung vor dem Finale undschließlich Platz sieben im entscheidenden Rennen am Maschsee – das HYLO TeamSaar hat seine Titelambitionen nicht nur angekündigt, sondern über die gesamteSaison eindrucksvoll bestätigt.
Das HYLO Team Saar ist DeutscherMeister 2026.
